NivellierungsmittelDie in Beschichtungen verwendeten Verlaufsmittel werden im Allgemeinen in folgende Kategorien eingeteilt: Lösungsmittelgemische, Acrylsäure, Silikon, Fluorkohlenstoffpolymere und Celluloseacetat. Aufgrund ihrer niedrigen Oberflächenspannung können Verlaufsmittel zwar die Glättung der Beschichtung unterstützen, aber auch Nebenwirkungen hervorrufen. Bei der Anwendung ist daher vor allem auf die negativen Auswirkungen der Verlaufsmittel auf die Überlackierbarkeit und die Kraterbildungsbeständigkeit der Beschichtung zu achten. Die Kompatibilität der ausgewählten Verlaufsmittel muss experimentell geprüft werden.
1. Gemischtes Lösungsmittel-Nivellierungsmittel
Es besteht im Wesentlichen aus hochsiedenden aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmitteln, Ketonen, Estern oder hervorragenden Lösungsmitteln mit verschiedenen funktionellen Gruppen sowie hochsiedenden Lösungsmittelgemischen. Bei der Herstellung und Anwendung ist auf die Verdunstungsrate, das Verdunstungsgleichgewicht und die Löslichkeit zu achten, damit die Beschichtung während des Trocknungsprozesses eine durchschnittliche Lösungsmittelverdunstung und -löslichkeit aufweist. Ist die Verdunstungsrate zu niedrig, verbleibt das Lösungsmittel lange im Lackfilm und kann nicht entweichen, was die Härte des Lackfilms beeinträchtigt.
Dieses Verlaufsmittel eignet sich ausschließlich zur Behebung von Verlaufsfehlern (wie Schrumpfung, Weißfärbung und mangelndem Glanz), die durch zu schnelles Trocknen des Lösemittels und unzureichende Löslichkeit des Grundmaterials verursacht werden. Die Dosierung beträgt üblicherweise 2–7 % der Gesamtmenge der Farbe. Es verlängert die Trocknungszeit des Anstrichs. Bei bei Raumtemperatur trocknenden Anstrichen (wie Nitrolacken), die beim Auftragen auf Fassaden zum Verlaufen neigen, verbessert es nicht nur den Verlauf, sondern auch den Glanz. Während des Trocknungsprozesses beugt es zudem der Bildung von Lösemittelblasen und -poren durch zu schnelle Verdunstung vor. Insbesondere bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit verhindert es ein vorzeitiges Austrocknen der Lackoberfläche, sorgt für eine gleichmäßige Lösemittelverdunstung und verhindert die Bildung von Weißschleier bei Nitrolacken. Dieses Verlaufsmittel wird üblicherweise in Kombination mit anderen Verlaufsmitteln verwendet.
2. Acryl-Nivellierungsmittel
Dieses Egalisierungsmittel ist zumeist ein Copolymer von Acrylestern. Seine Eigenschaften sind:
(1) Der Alkylester der Acrylsäure sorgt für basische Oberflächenaktivität;
(2) Seine−COOH,−OH und−NR kann dabei helfen, die Kompatibilität der Alkylesterstruktur anzupassen;
(3) Das relative Molekulargewicht steht in direktem Zusammenhang mit dem endgültigen Spreitverhalten. Kritische Kompatibilität und die Kettenkonfiguration von Polyacrylat sind notwendige Bedingungen für die Eignung als Verlaufsmittel. Sein möglicher Verlaufsmechanismus manifestiert sich hauptsächlich im späteren Stadium;
(4) Es weist in vielen Systemen schaumhemmende und entschäumende Eigenschaften auf;
(5) Solange nur wenige aktive Gruppen (wie z. B. -OH, -COOH) im Verlaufmittel vorhanden sind, ist der Einfluss auf die Überlackierung kaum wahrnehmbar, es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Überlackierung beeinträchtigt wird.
(6) Hinzu kommt das Problem der passenden Polarität und Kompatibilität, das ebenfalls eine experimentelle Auswahl erfordert.
3. Silikon-Nivellierungsmittel
Silikone sind Polymere mit einem Silizium-Sauerstoff-Bindungsgerüst (Si-O-Si), an das organische Gruppen gebunden sind. Die meisten Silikonverbindungen besitzen Seitenketten mit niedriger Oberflächenenergie, wodurch Silikonmoleküle eine sehr geringe Oberflächenenergie und Oberflächenspannung aufweisen.
Das am häufigsten verwendete Polysiloxan-Additiv ist Polydimethylsiloxan, auch bekannt als Methylsilikonöl. Es wird hauptsächlich als Entschäumer eingesetzt. Modelle mit niedrigem Molekulargewicht fördern zwar die Verlaufsglättung besser, neigen aber aufgrund von Kompatibilitätsproblemen häufig zu Schrumpfung oder sind nicht überstreichbar. Daher muss Polydimethylsiloxan modifiziert werden, bevor es sicher und effektiv in Beschichtungen verwendet werden kann.
Die wichtigsten Modifizierungsmethoden sind: Polyether-modifiziertes Silikon, Alkyl- und andere Seitengruppen-modifiziertes Silikon, Polyester-modifiziertes Silikon, Polyacrylat-modifiziertes Silikon und Fluor-modifiziertes Silikon. Es gibt zahlreiche Modifizierungsmethoden für Polydimethylsiloxan, die jedoch alle darauf abzielen, dessen Kompatibilität mit Beschichtungen zu verbessern.
Dieses Nivellierungsmittel hat üblicherweise sowohl nivellierende als auch entschäumende Wirkung. Seine Verträglichkeit mit der Beschichtung sollte vor der Anwendung durch Tests ermittelt werden.
4. Wichtige Hinweise zur Verwendung
Wählen Sie das richtige Verlaufsmittel: Wählen Sie das passende Verlaufsmittel entsprechend der Art und den funktionalen Anforderungen der Beschichtung. Bei der Auswahl eines Verlaufsmittels sollten dessen Zusammensetzung und Eigenschaften sowie die Verträglichkeit mit der Beschichtung selbst berücksichtigt werden. Oft werden verschiedene Verlaufsmittel oder andere Additive kombiniert, um unterschiedliche Probleme auszugleichen.
Achten Sie auf die Dosierung: Eine zu hohe Dosierung kann zu Problemen wie Schrumpfung und Ablaufen an der Beschichtungsoberfläche führen, während eine zu geringe Dosierung den gewünschten Verlauf nicht erzielt. Die Dosierung sollte üblicherweise anhand der Viskosität und der Verlaufsanforderungen der Beschichtung, der Gebrauchsanweisung des Reagenz und unter Berücksichtigung der tatsächlichen Testergebnisse bestimmt werden.
Beschichtungsverfahren: Die Verlaufseigenschaften der Beschichtung hängen vom Beschichtungsverfahren ab. Um die Wirkung des Verlaufsmittels optimal zu entfalten, können Sie es streichen, rollen oder sprühen.
Rühren: Bei Verwendung des Verlaufsmittels muss die Farbe gründlich gerührt werden, damit sich das Verlaufsmittel gleichmäßig verteilt. Die Rührzeit richtet sich nach den Eigenschaften des Verlaufsmittels und beträgt in der Regel maximal 10 Minuten.
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Veröffentlichungsdatum: 23. Mai 2025
